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POS Check Smart Stores, Kiosk & Co.
Smart Stores machen den Unterschied
Smart Stores sorgen für ein besonderes Einkaufserlebnis: Mithilfe moderner Technologien wie Künstlicher Intelligenz und Automatisierung werden Prozesse effizienter, sicherer und kundenfreundlicher gestaltet. Stefan Huemer, Vice President Digital & Access Solutions Wanzl im Gespräch über den Einkauf in einem solchen Store.
display: Wie funktioniert der Einkaufsvorgang in einem Smart Store – vom Betreten bis zum Verlassen des Geschäfts?
Stefan Huemer: Für den Zugang zu einem Smart Store authentifizieren sich Kunden durch das Scannen einer Bank- oder Kundenkarte oder über eine Loyalty-App des Betreibers an einem Zutrittsterminal, wodurch sich eine Schiebetüre oder ein Gate automatisch öffnet. Anschließend wählen sie ihre Produkte wie in einem klassischen Supermarkt aus und erfassen diese über eine Scan-and-Go-App oder an Self-Checkout-Kassen. Beim Verlassen des Geschäfts wird der Bezahlvorgang verifiziert, beispielsweise über das Scannen des Barcodes auf der Rechnung, woraufhin sich die Ausgangsanlage automatisch öffnet.
display: Welche Rolle spielen Künstliche Intelligenz und Automatisierung in den Smart-Store-Konzepten von Wanzl?
Stefan Huemer: Künstliche Intelligenz und Automatisierung spielen in Smart-Store-Konzepten eine wichtige Rolle, vor allem bei Prozessen wie Altersverifikation, Diebstahlprävention oder im Checkout-Bereich. Ziel ist es dabei, Abläufe effizienter zu gestalten und gleichzeitig den Komfort für Kunden sowie die Sicherheit für Händler zu erhöhen.

display: Wie wird sichergestellt, dass der Einkauf für alle Kundengruppen – auch weniger technikaffine – einfach und zugänglich bleibt?
Stefan Huemer: Der Einkaufsprozess in Smart Stores ist bewusst einfach gestaltet. Bereits beim Betreten des Geschäfts geben beispielsweise Displays am Zutrittsterminal oder gut sichtbare Hinweisschilder mit einer Anleitung klare Orientierung. Der eigentliche Einkauf verläuft wie gewohnt: Kunden wählen ihre Produkte frei aus und bezahlen in der App oder an Self-Checkout-Kassen, die inzwischen vielen aus dem stationären Handel vertraut sind. Zusätzliche, gut lesbare Hinweisschilder unterstützen auch hier die Bedienung und sorgen für einen verständlichen Ablauf. Wir empfehlen zudem für die Anfangszeit nach der Eröffnung eines Smart Stores, dass Mitarbeiter die Kunden unterstützen, die Hilfe mit der Technik benötigen.
display: Wie wird das Thema Datenschutz und Sicherheit der Kundendaten geregelt?
Stefan Huemer: Datensicherheit und Datenethik haben höchste Priorität. Es werden keinerlei personenbezogene Daten erhoben, gespeichert oder verarbeitet. Unsere Lösungen erkennen keine Persönlichkeitsmerkmale, zeichnen keine Videos auf und arbeiten ausschließlich mit anonymisierten Datenströmen. Zudem versteht sich Wanzl als Technologieintegrator, nicht als Datenverwerter. Wir stellen die technischen Komponenten und Plattformen bereit, die von unseren Kunden in ihre Systeme integriert werden. Die Verantwortung für Speicherung, Nutzung und Schutz der Daten liegt daher bei den jeweiligen Betreibern.
display: Wie sehen Sie die Zukunft des stationären Handels im Kontext von Smart Stores – und welche Entwicklungen erwarten Sie in den nächsten Jahren?
Stefan Huemer: Seit der Installation unseres ersten 24/7-Stores im Jahr 2018 mit Würth24 in Vöhringen hat sich die Entwicklung im Bereich Smart Stores rasant beschleunigt. Dennoch befinden wir uns weiterhin in einer frühen Phase: Das Potenzial der Technologie ist noch lange nicht ausgeschöpft. Viele Händler testen derzeit unterschiedliche Smart-Store-Konzepte, um herauszufinden, welches Modell langfristig am besten zu ihren Kunden und Geschäftsstrategien passt. Wir sehen vor allem auch in hybriden Modellen – also einer Erweiterung der normalen Öffnungszeiten durch 24/7-Flächen – gute Wachstumschancen. Sie bieten die Möglichkeit, zusätzliche Umsätze zu generieren, bei Personalknappheit durchgehend geöffnet zu bleiben und die Flexibilität für Mitarbeiter zu erhöhen.

