Auf der Euroshop zeigte KL Druck, wie sich klassische Drucktechnik, Digital Signage und nachhaltige Materialien zu modernen POS-Lösungen verbinden lassen. Welche Konzepte dort präsentiert wurden, erläutern Nina Schiborr, Head of Werbetechnik, Messe und Event KL Druck, und Christian Schmäling, Leiter KL Digital.

display: Was war die Leitidee hinter Ihrem aktuellen Stand auf der Euroshop?

Nina Schiborr: Unter dem Leitgedanken „Glamour Green“ entstand zur Euroshop ein Standkonzept, das Nachhaltigkeit neu interpretiert – bildstark, inspirierend und gleichzeitig konsequent ressourcenschonend. Statt klassischer Präsentationsflächen wurde der Messestand als Concept Store gedacht: ein Raum zum Entdecken, Erleben und Eintauchen in die Welt von KL Druck.
Eines der zentralen Gestaltungselemente bildeten Gitterboxen, die mit individuell gestalteten Inlays aus bedruckter Wabenplatte zu funktionalen Möbeln transformiert wurden. So entstanden modulare Inszenierungsflächen, die nicht nur flexibel und wiederverwendbar sind, sondern zugleich die gestalterischen und produktionstechnischen Möglichkeiten unseres Hauses sichtbar machen. Auch die Außenwände greifen diesen Gedanken auf: Leere Papierrollen – ein vertrautes Material aus unserer täglichen Arbeit – wurden zu einem prägenden Gestaltungselement. Ihre besondere Struktur sorgt für eine eindrucksvolle Optik und verbessert gleichzeitig die Raumakustik – ein Zusammenspiel aus Ästhetik und Funktion. Jedes Detail des Standes erzählt dabei seine eigene Geschichte und steht für ein Produkt, eine Idee oder eine Kompetenz von KL Druck. Der Raum wird so zur Bühne unserer Leistungen – nachhaltig gedacht, hochwertig umgesetzt und visuell beeindruckend inszeniert.

„Glamour Green“ steht damit für mehr als ein Gestaltungskonzept: Es ist eine Einladung, KL Druck aus einer neuen Perspektive kennenzulernen – willkommen in einem Concept Store, der zeigt, wie sich Nachhaltigkeit und Markeninszenierung eindrucksvoll verbinden lassen.

Christian Schmäling und Nina Schiborr von KL Druck vor Schwarzer Wand mit Aufschrift "KL Druck Glamour Green Lounge."
Aufschlussreiches Gespräch mit Christian Schmäling, Leiter KL Digital (li.) und Nina Schiborr (re.), Head of Werbetechnik, Messe und Event KL Druck. Foto: KL Druck

display: Welche Lösungen haben Sie konkret präsentiert?

Christian Schmäling: Wir haben unser gesamtes Spektrum präsentiert, das weit mehr umfasst als „nur“ klassische Druckdienstleistungen, sondern auch hochmoderne Digital-Lösungen. Mit diesen geben wir unseren Kunden die Möglichkeit, flexibel Werbung am POS auszuspielen. Auf unserem Stand haben wir verschiedene Anwendungen unseren Kunden präsentiert. Gerade Lösungen mit transparenten Displays liegen voll im Trend. Unser Highlightexponat hat genau diesen aufgenommen und mit immersiven und interaktiven Elementen kombiniert. Der mehrdimensionale Aufbau mit einem transparenten LED-Display im Vordergrund, einem durch eine Mechanik wechselndes reales Produkt dahinter und einer interaktiven LED-Wand als Hintergrund, konnte auf Tastendruck eine komplettes Schaufensterdesign in unter 30 Sekunden umgesetzt werden.

Weitere digitale Highlights auf unserem Stand waren Bodendisplays der neuesten Generation. In Kooperation mit unserem Partner Sharp Display Solutions Europe konnten wir darüber hinaus unseren Kunden zu diesem frühen Zeitpunkt das EPoster in der Größe DIN A1 live zeigen. Ein Produkt, welches voraussichtlich Anfang 2027 in Serie erhältlich sein wird. Gerade dieses neue Format hat in Kombination mit dem geringeren Stromverbrauch bei unseren Kunden eine große Nachfrage ausgelöst. Auch im Digital Signage wird das Thema Nachhaltigkeit immer wichtiger.

Wir haben an unserem Stand aber nicht nur digitale, sondern auch analoge Technik präsentiert. Dazu gehört unter anderem der Reliefdruck, mit dem sich Druckergebnisse haptisch erlebbar machen lassen. In seiner Wirkung erinnert das etwas an das Prinzip der Blindenschrift: Während Teile des Druckwerks eine glatte Oberfläche haben, verfügen andere Teile über spürbare Kanten und Muster. Auf diese Weise können Marken und Händler mehr Erlebnisqualität am Regal schaffen und mehrere Sinne beim Einkaufen ansprechen. Zudem haben wir Glasfasertechnik thematisiert, die für moderne, robuste Anwendungen im Ladenbau und am POS immer relevanter wird.

Das Thema Nachhaltigkeit war nicht nur bei unserem Standkonzept von Bedeutung, sondern auch bei unseren Druckmaterialien. Diese stellen wir beispielsweise aus recycelten PET-Flaschen her und verbinden auf diese Weise hohe Qualität mit dem Anspruch, Ressourcen zu schonen und Materialkreisläufe sinnvoll zu nutzen.

display: Welche zentrale Entwicklung nehmen Sie von der Euroshop für den POS mit und wohin geht die Reise aus Ihrer Sicht?

Christian Schmäling: Wir sehen klar, dass POS-Kommunikation stärker in Richtung „hybrid“ geht: Inhalte müssen schnell austauschbar sein, gleichzeitig aber hochwertig und langlebig wirken. Genau deshalb denken wir Print, Materialien und digitale Ausspielung konsequent zusammen – von robusten Ladenbau-Lösungen über haptische Veredelungen bis hin zu flexiblen Signage-Formaten. Entscheidend ist am Ende, dass Marken mit möglichst wenig Ressourcenaufwand mehr Wirkung am Regal erzielen.

display: Vielen Dank für das Gespräch!