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90 Jahre Arno Group
Wo Menschen auf Marken treffen
Wer im stationären Handel erfolgreich sein will, muss überzeugen. Die Arno Group gestaltet seit nunmehr 90 Jahren Verkaufsflächen, die Shopper überzeugen – ein Blick hinter die Kulissen eines traditionsreichen Familienunternehmens.
1936 machte sich Hermann Arnholdt in Stuttgart selbstständig. Als Dekorateur, Fotograf und Zeichner entwickelte er gemeinsam mit seiner Verlobten Elfriede in der eigenen Wohnung Schaufensterreklame für den Einzelhandel, die fertigen Entwürfe lieferte er persönlich mit der Straßenbahn aus. Was banal klingt, war es nicht: Arnholdt dachte in Formen, Materialien und visuellem Zusammenspiel, das den Blick des Betrachters nicht dem Zufall überließ, sondern lenkte. Ein Geschäftsmodell, das es in dieser Konsequenz damals so noch nicht gab.Neunzig Jahre später führt die dritte Generation das Unternehmen: Alien Wolter, Sophie Keim und Tim Arnholdt lenken nun die Geschicke der Arno Group, die sich einen Namen gemacht und als globaler Partner für Displays, Shop-in-Shop-Systeme und Ladenbau positioniert hat. Was diese Disziplinen verbindet, ist eine Verschiebung, die Arno seit Jahren strategisch begleitet: Der Point of Sale wird zum Point of Experience. Die Grundüberzeugung der Geschäftsführer ist dabei dieselbe geblieben: Eine Fläche muss mehr sein als das Möbel, das die Ware trägt. Hinzugekommen ist die Infrastruktur, um dies umzusetzen. „Wir, die dritte Generation, setzen den Mut unserer Großeltern und Eltern fort und setzen die Standards für den stationären Handel der Zukunft“, unterstreicht Tim Arnholdt, Managing Partner Arno Group.
Aus Wolfschlugen in die ganze Welt
Zum Kundenstamm gehören langjährige Kunden, die teilweise seit über fünfzig Jahren mit Arno zusammenarbeiten – eine Zahl, die für sich spricht. Sie zeigt, dass Qualität bei Arno keine Einmalerfahrung ist, sondern eine Basis für erfolgreiche Partnerschaften, die über Jahrzehnte tragen. Das Kundenportfolio aus namhaften Marken spannt heute einen weiten Bogen: von Kosmetik über Automobil bis zu Drogeriemärkten, vom Massenmarkt bis zur Luxusparfümerie, vom deutschen Mittelstand bis zum globalen Konzern.
Passgenaue Retaillösungen
Der stationäre Handel hat in den vergangenen Jahren gelernt, dass er mit dem Onlinehandel bezüglich des Preises nicht konkurrieren kann. Was bleibt, ist die Fläche: das Haptische, das Licht, die Materialität, das Erlebnis. Wer das zusammenbringt, davon sind die drei Geschäftsführer überzeugt, gewinnt Verweildauer, Frequenz und Umsatz. Wer es nicht tue, betreibe teuren Lagerraum. „Wir realisieren gemeinsam mit unseren Kunden individuelle Retail-Lösungen, die den Endkonsumenten begeistern und ihn zum Kauf animieren“, bestätigt Alien Wolter, Managing Partner Arno Group.
Projektsicherheit mit Arno
„Hunderte von Standorten, lokale Bauvorschriften, enge Zeitfenster im laufenden Betrieb: Internationale Rollouts sind der Stresstest der Branche, und an ihnen zeigt sich, wer wirklich liefert“, berichtet Sophie Keim, Sales & Development Director und Co-Owner Arno Group. Das Unternehmen steuert diese Projekte zentral, mit eigener Endmontage und einer Logistik, die auf Termintreue ausgelegt ist. Die Zahl, die dabei am stärksten für sich spricht, ist die geringe Reklamationsquote. „Eine Reklamationsquote von 0,0007 Prozent ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis von präziser Konstruktion, Prozessdisziplin und der Bereitschaft, Fehler bereits in der Fertigung zu eliminieren, bevor sie überhaupt im Handel auftreten können“, so Alien Wolter. Und Sophie Keim unterstreicht: „Ein Rollout über hunderte von Standorten braucht Planungssicherheit. Unser Helix-Prozess und unser hervorragendes Expertenteam sichern die geforderte Umsetzungsgeschwindigkeit und -qualität.“
Nachhaltigkeit im Fokus
Auch das Thema Nachhaltigkeit ist ausschlaggebend für die Firmenpolitik des Ladenbauers. Mit der Auszeichnung EcoVadis Gold befindet sich Arno laut eigenen Angaben unter den Top drei Prozent der Branche. Beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis wurde das Unternehmen bereits zwei Mal ausgezeichnet. „Lieferketten, CO2-Bilanzen, Materialherkunft und Kreislauffähigkeit – für internationale Auftraggeber ist das längst keine angenehme Zusatzinformation mehr, sondern mittlerweile Voraussetzung“, betont Tim Arnholdt.
Die Zukunft im Visier
Zehn Jahre trennen Arno vom hundertsten Geburtstag. Die Aufgabe der Ladenbauprofis ist im Kern die gleiche wie 1936: Handelsflächen schaffen, die sich für Marken rechnen, für den Handel funktionieren und für die nächste Konsumentengeneration attraktiv bleiben. Die Zeichen stehen auf Wachstum – und die Weichen für die nächsten Jahrzehnte sind bereits gestellt.




