Kaufkraft in Europa steigt

Die Kaufkraft in Europa steigt 2026 nominal um 4,4 Prozent. Im Durchschnitt stehen den Einwohnern der 42 untersuchten Länder damit 21.153 Euro pro Kopf zur Verfügung. Deutschland liegt mit 31.193 Euro weiterhin auf Rang neun des europäischen Kaufkraftrankings – und damit deutlich über dem Durchschnitt. Das zeigt die Studie „NIQ Kaufkraft Europa 2026“.

Insgesamt summiert sich die Kaufkraft Europas auf rund 14,5 Billionen Euro. Sie umfasst das verfügbare Einkommen nach Steuern und Sozialabgaben einschließlich Transferleistungen. Die Werte sind nominal und nicht inflationsbereinigt. Wie viel davon für Konsum und Sparen bleibt, unterscheidet sich zwischen den Ländern erheblich: 17 der 42 untersuchten Staaten liegen über dem europäischen Mittel, 25 darunter.

Angeführt wird das Ranking von Liechtenstein mit 78.520 Euro pro Kopf. Es folgen die Schweiz mit 54.730 Euro und Island mit 44.692 Euro. Deutschland erreicht einen Kaufkraftindex von 147,5, wobei der europäische Durchschnitt mit 100 angesetzt wird. Norwegen verzeichnet die stärkste Veränderung unter den Top Ten und steigt von Rang zehn auf Rang fünf auf.

Innerhalb Deutschlands zeigt sich ein gegenläufiges Bild zwischen Hauptstadt und Landesdurchschnitt: Die Pro-Kopf-Kaufkraft in Berlin beträgt 30.178 Euro und liegt damit mehr als 1.000 Euro unter dem bundesweiten Wert von 31.193 Euro. In vielen anderen europäischen Ländern weisen Hauptstadtregionen hingegen überdurchschnittliche Kaufkraftwerte auf.