Fairtrade knackt 3-Milliarden-Euro-Grenze

Der Fairtrade-Markt in Deutschland erreichte 2025 mit 3,14 Milliarden Euro Umsatz ein neues Rekordhoch – ein Plus von knapp neun Prozent. Dies teilte der Verein Fairtrade Deutschland e.V. mit. So gaben Verbraucher pro Kopf rund 38 Euro für fair gehandelte Produkte aus. „Das ist ein tolles Ergebnis und wichtiges Signal für den Markt. Vor allem angesichts der aktuellen Situation mit steigenden Preisen und schwacher Konsumneigung“, sagt Benjamin Drösel, Vorstand für Marketing bei Fairtrade Deutschland. Besonders gefragt waren Fairtrade-Bananen: hier stieg der Absatz von um sieben Prozent auf 130.550 Tonnen, was einem Marktanteil von etwa 17 Prozent entspricht. Besonders hoch ist der Anteil bei Fairtrade-Bio-Bananen mit 80 Prozent. Trotz eines insgesamt rückläufigen Marktes stieg der Absatz von Fairtrade-Kakaobohnen um rund 3,5 Prozent auf 92.100 Tonnen; der Marktanteil liegt hier bei 21 Prozent. Fairtrade-Kaffee erzielte aufgrund gestiegener Preise einen Umsatz von 1,04 Milliarden Euro, während der Absatz leicht auf 24.000 Tonnen zurückging. Der Marktanteil bleibt laut Fairtrade Deutschland jedoch konstant bei fünf Prozent. Bei Fairtrade-Blumen sank der Absatz um acht Prozent auf 472 Millionen Stiele – der stärkste Rückgang seit der Corona-Pandemie. Dennoch sind Fairtrade-Rosen mit einem Marktanteil von 37 Prozent weiterhin das erfolgreichste Fairtrade-Produkt. Rund 42 Millionen Euro Prämiengelder kamen laut Fairtrade Deutschland den Produzenten zugute. Den Verein hob ebenfalls hervor, dass die neue EU-Richtlinie EmpCo ab dem 27. September dieses Jahres für mehr Transparenz bei Nachhaltigkeitssiegeln sorge: Unternehmen dürfen dann Angaben wie „fair“ oder „nachhaltig“ nur noch mit Nachweis verwenden. Das Fairtrade-Siegel, das auf unabhängigen, zertifizierten Standards basiert, gewinne dadurch weiter an Bedeutung.